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Nervus thoracicus Th1

Der Nervus thoracicus Th1 (erster Brustnerv) ist der Spinalnerv des ersten Brustsegments. [B] Er tritt zwischen dem ersten und zweiten Brustwirbel aus und teilt sich in einen vorderen und einen hinteren Ast; der größte Teil des vorderen Astes zieht über die erste Rippe zum Armgeflecht, ein kleiner Teil bildet den ersten Zwischenrippennerv (N. intercostalis I). [B]

Th1 ist das oberste Segment der sympathischen Zellsäule. [B] Hier verlassen die vorgeschalteten sympathischen Fasern für Auge und Gesicht das Rückenmark; ein Schaden an Th1 kann deshalb ein Horner-Syndrom auslösen, mit hängendem Oberlid, enger Pupille und fehlendem Schwitzen im Gesicht. [B] Die reflektorischen Verbindungen dieses Segments stehen in Kapitel 22.

Das Wichtigste in Kürze

  • Th1 versorgt mit C8 die kleinen Handmuskeln und die Haut an der Innenseite des Oberarms. [B]
  • Die sympathischen Fasern für das Auge verlassen das Rückenmark an Th1 und ziehen über die Lungenspitze; ein Tumor dort kann ein Horner-Syndrom mit Schulter- und Armschmerz auslösen. [B]
  • Herzschmerz wird über die oberen Brustsegmente in Brust und Arm übertragen; das ist die gefährlichste Verwechslung dieses Segments. [B]
  • Die Übertragung beruht darauf, dass Organ- und Hautfasern an denselben Nervenzellen im Rückenmark enden; dieses Prinzip ist experimentell gut belegt. [B]
  • Segmentzeichen bei Organerkrankungen sind heute gemessen, beim Herzen vor allem in Th3 bis Th5 links; feste Zonengrenzen nach Head, Mackenzie und Dicke sind dagegen nicht belegt. [H]

Schwerpunkt dieser Seite sind die Differenzialdiagnostik in den Kapiteln 8 bis 13 und die reflektorischen Verbindungen in Kapitel 22. Die Kennzeichen [B], [I] und [H] erklärt der Abschnitt Lesart dieser Seite.

Teil A · Überblick

1. Kurzbild

MerkmalAngabeKennzeichen
AustrittZwischenwirbelloch zwischen Th1 und Th2[B]
Ästevorderer Ast überwiegend zum Armgeflecht, kleiner Anteil als N. intercostalis I; hinterer Ast zu Rückenmuskeln und Rückenhaut[B]
Muskelnmit C8 die kleinen Handmuskeln; Zwischenrippenmuskeln des ersten Zwischenrippenraums[B]
HautInnenseite des Oberarms bis zum Ellenbogen[B]
Vegetativoberstes Segment der sympathischen Zellsäule; Fasern für Auge, Gesicht und Herz[B]
Wichtigste AbgrenzungenHerzschmerz, Wurzel C8, unteres Armgeflecht, N. ulnaris, Horner-Syndrom anderer Ursache (Kapitel 9 bis 13)[I]
Tabelle 1: Kerndaten des Nervus thoracicus Th1. Reihenfolge: vom Austritt über die Versorgung zu den Abgrenzungen.

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy; Bähr und Frotscher, Duus; Kanagalingam und Miller 2015 zum Horner-Syndrom. Die Abgrenzungen sind aus den Kapiteln 9 bis 13 abgeleitet.

2. Verlauf in Kürze

  1. Am Zwischenwirbelloch Th1/Th2: Teilung in vorderen und hinteren Ast. [B]
  2. Weißer Verbindungsast: Die vorgeschalteten sympathischen Fasern ziehen zum Grenzstrang, am Übergang von Hals und Brust zum Sternganglion (Ganglion cervicothoracicum). [B]
  3. Über die erste Rippe: Der Hauptteil des vorderen Astes zieht nach oben außen und bildet mit C8 den unteren Primärstrang des Armgeflechts. [B]
  4. Im ersten Zwischenrippenraum: Ein kleiner Ast läuft als N. intercostalis I nach vorn; er hat meist keinen vorderen Hautast. [B]

Die sympathischen Fasern für das Auge ziehen nach dem Austritt über die Lungenspitze zum Halsgrenzstrang. [B] Deshalb kann ein Prozess an der Lungenspitze Armgeflecht und Augensympathikus zugleich treffen (Kapitel 10). [I]

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy; Kanagalingam und Miller 2015.

3. Versorgungsgebiet

GebietÜber welche NervenKennzeichen
Kleine Handmuskeln, gemeinsam mit C8N. ulnaris und N. medianus über den unteren Primärstrang[B]
Haut an der Innenseite des OberarmsN. cutaneus brachii medialis[B]
Haut an der Innenseite des Unterarms, gemeinsam mit C8N. cutaneus antebrachii medialis[B]
Erster ZwischenrippenraumN. intercostalis I[B]
Rückenmuskeln und Rückenhaut in Höhe Th1hinterer Ast[B]
Auge, Gesicht, Herzsympathische Fasern über den Grenzstrang (Kapitel 22)[B]
Tabelle 2: Versorgungsgebiet des Segments Th1. Reihenfolge: Muskeln, Haut, Rumpf, Rücken, zuletzt die vegetative Versorgung.

Einen Eigenreflex, der Th1 allein prüft, gibt es nicht. [B] Die Grenze des Hautgebiets zu C8 und Th2 überlappt. [B]

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy; Bähr und Frotscher, Duus.

Teil B · Klinik

4. Schädigungsorte und Anlässe

OrtAnlassKennzeichen
Wurzel Th1 im ZwischenwirbellochBandscheibe oder Knochenanbau; selten[I]
LungenspitzeTumor der Lungenspitze (Pancoast-Tumor)[B]
Armgeflecht und WurzelnZugverletzung, Bruch der ersten Rippe[B]
Grenzstrang an Hals und BrustOperationen an Lunge, Mittelfell und Herz, Einlage von Thoraxdrainagen oder zentralen Venenkathetern, Periduralanästhesie[B]
Tabelle 3: Orte und Anlässe einer Schädigung. Reihenfolge von proximal nach distal.

4.1 Häufigkeiten

In einer Reihe von 450 Patienten mit Horner-Syndrom fand sich bei 270 eine Ursache. [B] Unter diesen lag der Schaden bei 13 % zentral, bei 44 % am vorgeschalteten Neuron, also im Bereich von Th1, Lungenspitze und Halsgrenzstrang, und bei 43 % am nachgeschalteten Neuron. [B] Bis zu 28 % der Schäden am vorgeschalteten Neuron bleiben trotz Bildgebung ohne Ursache. [B]

Lücke: Keine Häufigkeit für die Wurzel Th1

Für die Schädigung der Wurzel Th1 selbst liegt dieser Fassung keine Reihe mit Fallzahl vor. Sie gilt als selten.

Herkunft: Kanagalingam und Miller 2015, mit der Reihe von Maloney et al. 1980.

5. Beschwerdebild

ZeichenBeschreibungKennzeichen
Horner-Syndromhängendes Oberlid, enge Pupille, fehlendes Schwitzen im Gesicht auf derselben Seite[B]
Schulter- und Armschmerz mit Horner-Syndromtypisch für einen Tumor der Lungenspitze[B]
Schwäche der kleinen Handmuskelnungeschicktes Greifen, Schwäche beim Spreizen der Finger[I]
GefühlsstörungInnenseite des Oberarms und Unterarms[I]
Tabelle 4: Zeichen einer Schädigung im Bereich Th1. Reihenfolge: vegetativ, dann Schmerz, Kraft und Gefühl.

Herkunft: Kanagalingam und Miller 2015; Zeilen zu Kraft und Gefühl aus der Versorgung abgeleitet.

6. Untersuchung

  • Pupillen im Hellen und im Dunkeln vergleichen: Beim Horner-Syndrom ist der Unterschied im Dunkeln größer, weil sich die betroffene Pupille schlechter erweitert. [B]
  • Kleine Handmuskeln prüfen: Spreizen der Finger und Abspreizen des Daumens. [B]
  • Gefühl an der Innenseite von Oberarm und Unterarm: im Seitenvergleich. [I]
  • Nachbarsegmente abgrenzen: Trizepsreflex für C7, Kraft der Fingerbeuger für C8. [I]
  • Nach Brustschmerz, Atemnot und Kreislaufzeichen fragen: Sie weisen auf das Herz, nicht auf den Nerv (Kapitel 9). [I]

Herkunft: Bähr und Frotscher, Duus; Kanagalingam und Miller 2015.

7. Apparative Diagnostik

Bei einem Horner-Syndrom mit Arm- oder Schulterschmerz ist die Schnittbildgebung der Lungenspitze und des Brustkorbs angezeigt, weil sie Tumoren und andere Prozesse an dieser Stelle zeigt. [B] Die Elektrodiagnostik trennt Wurzel und Geflecht: Bei einem Wurzelschaden bleibt die empfindende Nervenleitung am Unterarm erhalten, bei einem Geflechtschaden fällt sie aus. [I]

Herkunft: Kanagalingam und Miller 2015; die Aussage zur Nervenleitung folgt aus der Lage der Zellkörper im Spinalganglion.

Teil C · Differenzialdiagnostik

8. Differenzialdiagnostik: Überblick und Vorgehen

Achtung: Zuerst an das Herz denken

Schmerz in Brust, Arm oder Schulter kann von einem akuten Koronarsyndrom stammen. Kein einzelnes Merkmal der Schmerzbeschreibung erlaubt es, ein Koronarsyndrom ohne weitere Untersuchung auszuschließen. [B] Akuter Brustschmerz gehört deshalb ohne Aufschub ärztlich abgeklärt.

  1. Brustschmerz mit Ausstrahlung in den Arm? Das führt zu Kapitel 9. [I]
  2. Hängendes Oberlid und enge Pupille? Das führt zu Kapitel 10. [I]
  3. Schwäche der kleinen Handmuskeln? Das führt zu Kapitel 11. [I]
  4. Schmerz oder Taubheit an der Innenseite des Arms? Das führt zu Kapitel 12. [I]

Diese Kapitel beschreiben allgemein, wie sich Krankheitsbilder voneinander abgrenzen. Sie stellen keine Diagnose für eine einzelne Person und ersetzen keine ärztliche Untersuchung.

Herkunft: Swap und Nagurney 2005. Die Leitfragen sind aus den Kapiteln 3 bis 7 abgeleitet.

9. Differenzialdiagnostik: Organ oder Nerv? Brustschmerz mit Ausstrahlung in den Arm

MerkmalBedeutung für ein akutes KoronarsyndromKennzeichen
Ausstrahlung in rechten Arm oder SchulterLikelihood-Verhältnis 4,7 (1,9–12,0) für einen Herzinfarkt[B]
Stechender Schmerzmacht ein Koronarsyndrom weniger wahrscheinlich[B]
Atemabhängiger Schmerzmacht ein Koronarsyndrom weniger wahrscheinlich[B]
Lageabhängiger Schmerzmacht ein Koronarsyndrom weniger wahrscheinlich[B]
Durch Druck auslösbarer Schmerzmacht ein Koronarsyndrom weniger wahrscheinlich[B]
Tabelle 5: Merkmale der Schmerzbeschreibung bei Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom. Reihenfolge: erst das Merkmal, das dafür spricht, dann die, die dagegen sprechen.

Die Ausstrahlung von Herzschmerz in den Arm folgt der Konvergenz: Herzfasern und Hautfasern der oberen Brustsegmente enden an denselben Nervenzellen im Rückenmark (Kapitel 22.3). [B] Ein nervaler Schmerz aus Th1 zeigt dagegen meist Gefühlsstörungen oder Schwäche im Versorgungsgebiet und hängt von Bewegung und Lage ab. [I] Beide Ursachen können zugleich bestehen; ein nervaler Befund schließt das Herz nicht aus. [I]

Eine Beobachtungsstudie liefert einen weiteren Unterschied: Beim Herzen lag der spontane Schmerz in der Körpermitte, die Segmentzeichen links, mit tiefer Überempfindlichkeit, aber ohne Berührungsüberempfindlichkeit der Haut. [B] Eine scharf begrenzte Überempfindlichkeit der Haut im Gebiet eines Nervs passt dagegen eher zu einer nervalen Ursache. [I]

Herkunft: Swap und Nagurney 2005; Cervero und Tattersall 1986; Shaballout et al. 2021.

10. Differenzialdiagnostik: Horner-Syndrom – wo liegt der Schaden?

OrtTypische UrsachenBegleitzeichenKennzeichen
Zentral, Hirnstamm und HalsmarkSchlaganfall, Entmarkung, TumorSchwindel, Gangstörung, gekreuzte Gefühlsstörung, Schluckstörung[B]
Vorgeschaltetes Neuron: Th1, Lungenspitze, HalsgrenzstrangTumor der Lungenspitze, Verletzung von Armgeflecht oder erster Rippe, Eingriffe an Brustkorb und HalsSchulter- und Armschmerz, Schwäche der Hand[B]
Nachgeschaltetes Neuron: Halsschlagader bis AugeEinriss der inneren Halsschlagader, Prozesse im Sinus cavernosusGesichts- oder Halsschmerz, Ausfälle anderer Hirnnerven[B]
Tabelle 6: Die drei Orte eines Horner-Syndroms. Reihenfolge entlang der Bahn vom Gehirn zum Auge.

Ein Horner-Syndrom mit Schulter- oder Armschmerz ohne vorausgegangene Verletzung ist bis zum Beweis des Gegenteils ein Hinweis auf einen Prozess an der Lungenspitze. [B] Ein Horner-Syndrom mit neuem Gesichts- oder Halsschmerz kann auf einen Einriss der Halsschlagader weisen. [B]

Herkunft: Kanagalingam und Miller 2015.

11. Differenzialdiagnostik: Schwäche der kleinen Handmuskeln

UrsacheUnterscheidendes MerkmalKennzeichen
Wurzel Th1Gefühlsstörung Innenseite Oberarm; empfindende Nervenleitung am Unterarm erhalten[I]
Wurzel C8Schwäche der langen Fingerbeuger, Gefühlsstörung am Kleinfinger[I]
Unterer Primärstrang des ArmgeflechtsC8 und Th1 zugleich betroffen, empfindende Nervenleitung ausgefallen; oft Lungenspitze oder Brustkorbausgang[I]
N. ulnarisDaumenabspreizer kräftig; Gefühlsstörung am Kleinfinger, nicht am Oberarm[I]
Erkrankung der motorischen Nervenzellenkeine Gefühlsstörung, oft beidseits, Muskelzucken[I]
Tabelle 7: Ursachen einer Schwäche der kleinen Handmuskeln. Reihenfolge von proximal nach distal, zuletzt die Systemerkrankung.

Herkunft: aus der Versorgung der Muskeln und Hautgebiete abgeleitet; Standring, Gray’s Anatomy.

12. Differenzialdiagnostik: Schmerz und Taubheit an der Innenseite des Arms

  • Herz: anfallsartiger oder anhaltender Schmerz bei Belastung, oft mit Brustdruck; keine Gefühlsstörung. [B]
  • Wurzel Th1: Taubheit an der Innenseite des Oberarms, oft mit Schwäche der Hand. [I]
  • Segment Th2 mit dem N. intercostobrachialis: Taubheit in Achsel und oberer Innenseite des Oberarms, etwa nach Brust- oder Achseloperationen; siehe Nervus thoracicus Th2. [I]
  • N. ulnaris: Taubheit an Kleinfinger und Handkante, nicht am Oberarm. [I]

Herkunft: Swap und Nagurney 2005 zum Herzschmerz; übrige Punkte aus den Hautgebieten abgeleitet.

13. Differenzialdiagnostik: Was gegen dieses Segment spricht

  • Belastungsabhängiger Brustdruck, Atemnot oder Kreislaufzeichen: sprechen für das Herz. [B]
  • Horner-Syndrom mit Schwindel, Gangstörung oder Schluckstörung: spricht für einen zentralen Schaden. [B]
  • Horner-Syndrom mit Gesichts- oder Halsschmerz: spricht für das nachgeschaltete Neuron, etwa die Halsschlagader. [B]
  • Taubheit nur an Kleinfinger und Handkante: spricht für den N. ulnaris oder C8. [I]
  • Beidseitige Schwäche mit Muskelzucken ohne Gefühlsstörung: spricht für eine Erkrankung der motorischen Nervenzellen. [I]

Herkunft: Swap und Nagurney 2005; Kanagalingam und Miller 2015.

Teil D · Verlauf und Behandlung

14. Verlauf und Aussichten

Der Verlauf hängt von der Ursache ab: Ein Horner-Syndrom nach Eingriffen kann sich zurückbilden, eines bei Tumor richtet sich nach dessen Behandlung. [I]

Lücke: Kein Verlauf der Wurzel Th1

Zum Verlauf einer Schädigung der Wurzel Th1 liegt dieser Fassung keine Reihe mit Fallzahl vor.

15. Beschriebene Behandlungswege

Behandelt wird die Ursache, etwa der Tumor der Lungenspitze oder die Verletzung des Armgeflechts. [I] Die allgemeine Versorgung von Nervenverletzungen regelt die S3-Leitlinie AWMF 005-010, Stand 30.09.2023, gültig bis 29.09.2028. [B] Diese Seite gibt keine Therapieempfehlung.

Herkunft: AWMF-Register 005-010.

16. Warnzeichen

Achtung: Diese Befunde gehören ohne Aufschub ärztlich abgeklärt

  • Akuter Brustschmerz, auch mit Ausstrahlung in Arm, Hals oder Kiefer. [B]
  • Neues Horner-Syndrom mit Gesichts- oder Halsschmerz. [B]
  • Neues Horner-Syndrom mit Schulter- oder Armschmerz, besonders bei Rauchern. [B]
  • Schwäche beider Hände oder Gangstörung: Hinweis auf eine Schädigung des Rückenmarks. [I]

Diese Seite stellt keine Diagnose, gibt keine Therapieempfehlung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Herkunft: Swap und Nagurney 2005; Kanagalingam und Miller 2015.

17. Häufige Fragen

Warum strahlt Herzschmerz in den Arm aus?

Weil Nervenfasern aus dem Herz und aus der Haut des Arms an denselben Nervenzellen im Rückenmark der oberen Brustsegmente enden; das Gehirn ordnet den Schmerz deshalb dem Arm zu. [B] Näheres in Kapitel 22.3.

Was hat ein hängendes Augenlid mit dem ersten Brustnerv zu tun?

Die sympathischen Fasern für das Auge verlassen das Rückenmark an Th1 und ziehen über die Lungenspitze nach oben. [B] Ein Schaden auf diesem Weg löst ein Horner-Syndrom aus. [B]

Gibt es eine Head-Zone für das Herz?

Head beschrieb solche Zonen als Modell. [H] Eine heutige Beobachtungsstudie fand beim Herzen Segmentzeichen vor allem in Th3 bis Th5 und auf der linken Seite. [B] Feste Zonengrenzen für den Einzelfall sind damit nicht belegt. [I] Näheres in Kapitel 22.5 und 22.6.

Herkunft: Cervero und Tattersall 1986; Kanagalingam und Miller 2015; Shaballout et al. 2021; Head 1893.

Teil E · Anatomische Einzelheiten und reflektorische Verbindungen

18. Ursprung und Stellung

Th1 ist das oberste Brustsegment und zugleich das unterste Segment des Armgeflechts. [B] Das Segment liegt im Rückenmark etwas höher als der gleichnamige Wirbel; der Spinalnerv tritt unterhalb des ersten Brustwirbels aus. [B]

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy.

19. Erste Rippe, Lungenspitze und Sternganglion

Der vordere Ast von Th1 zieht über den Hals der ersten Rippe; unmittelbar davor liegt die Lungenspitze mit ihrer Kuppel. [B] Das Sternganglion liegt vor dem Hals der ersten Rippe und vereint das untere Halsganglion mit dem ersten Brustganglion. [B] Diese enge Nachbarschaft erklärt, warum Prozesse an der Lungenspitze Armgeflecht, Grenzstrang und Th1 gemeinsam treffen können. [I]

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy.

20. Abweichungen vom Regelbau

Der Anteil von Th1 am Armgeflecht wechselt: Bei einem nach oben verschobenen Geflecht ist er klein, bei einem nach unten verschobenen Geflecht kommt ein Beitrag von Th2 hinzu. [B] Eine Halsrippe kann den unteren Primärstrang anheben und einengen. [B]

Lücke: Keine Häufigkeitszahlen

Sezierreihen mit Fallzahlen zu diesen Abweichungen liegen dieser Fassung nicht vor.

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy.

21. Was dieser Nerv nicht führt

  • Keine parasympathischen Fasern. Parasympathische Fasern verlassen das Rückenmark nur in S2 bis S4; für Herz und Lunge kommen sie über den N. vagus. [B]
  • Keinen eigenen Eigenreflex. [B]
  • Nicht den größten Teil der sympathischen Versorgung des Arms. Sie stammt überwiegend aus tieferen Brustsegmenten (Kapitel 22.2). [B]

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy; Bähr und Frotscher, Duus.

22. Reflektorische Verbindungen

Dieses Kapitel trennt vier Ebenen: die belegte sympathische Versorgung (22.1, 22.2), den belegten übertragenen Schmerz mit seinen Reflexen (22.3, 22.4), die geschichtlichen Zonenmodelle (22.5) und deren heutige Prüfung (22.6). [I] Die Ebenen dürfen nicht vermischt werden, weil die Zonenmodelle als Karten nicht belegt sind, einzelne ihrer Beobachtungen aber schon. [I]

22.1 Sympathische Zellsäule und Grenzstrang

Die vorgeschalteten sympathischen Nervenzellen liegen im Nucleus intermediolateralis, einer Zellsäule im Seitenhorn des Rückenmarks von Th1 bis etwa L2; Th1 ist ihr oberstes Segment. [B] Ihre Fasern verlassen das Rückenmark mit der vorderen Wurzel, ziehen über den weißen Verbindungsast zum Grenzstrang und werden dort oder in höheren Halsganglien umgeschaltet. [B] Im Segment C8 bis Th1 liegt das Zentrum für die Pupillenerweiterung (Centrum ciliospinale). [B]

22.2 Organe mit sympathischen Fasern aus diesem Segment

ZielgebietWirkungWegKennzeichen
AugePupillenerweiterung, Anheben des Oberlids durch glatten MuskelHalsgrenzstrang, oberes Halsganglion, Halsschlagader[B]
GesichtSchweißdrüsen und GefäßeHalsgrenzstrang[B]
HerzSteigerung von Frequenz und Kraft; gemeinsam mit Th2 bis Th4Herznerven aus Hals- und oberen Brustganglien[B]
ArmGefäße und Schweißdrüsen; überwiegend aus Th2 bis Th6, Th1 nur geringSternganglion und Armgeflecht[B]
Tabelle 8: Sympathische Zielgebiete mit Fasern aus Th1. Reihenfolge von oben nach unten.

22.3 Übertragener Schmerz

Empfindende Fasern aus den Organen laufen mit den sympathischen Nerven zurück und erreichen das Rückenmark über die hinteren Wurzeln der Brustsegmente. [B] Dort enden sie an denselben Nervenzellen wie Fasern aus Haut und Muskeln; experimentelle Befunde stützen diese Konvergenz-Projektions-Theorie, und eine eigene Bahn nur für Eingeweideschmerz wurde nicht gefunden. [B]

Eingeweideschmerz beginnt als unscharfe Empfindung in der Mittellinie und wird nach Minuten bis Stunden auf ein Körperfeld übertragen. [B] Dort tritt er mit oder ohne Überempfindlichkeit auf; die Überempfindlichkeit ist häufiger und wird durch einen Reizherd im Rückenmark unterhalten, der sich vom Organ lösen kann. [B] Für Th1 betrifft das vor allem den Herzschmerz in Brust und Arm. [B]

22.4 Reflexe dieses Segments

Beim Ziliospinalreflex erweitert sich die Pupille nach einem Schmerzreiz an der Haut von Hals oder Nacken; der Bogen läuft über das Zentrum in C8 bis Th1. [B] Fehlt er auf einer Seite, weist das auf eine Unterbrechung des Augensympathikus. [I] Einen Muskeleigenreflex, der Th1 allein prüft, gibt es nicht. [B]

Auch Organschmerz kann die Pupille erweitern: In einer Beobachtungsstudie an 110 Notaufnahme-Patienten mit Erkrankung eines einzelnen Organs zeigten 33,6 % eine erweiterte Pupille auf der Seite des erkrankten Organs. [B] Das spricht für einen Reflex vom Organ über die Brustsegmente auf den Augensympathikus. [I]

22.5 Head-, Mackenzie- und Bindegewebszonen

ModellGrundgedankeKennzeichen
Head-Zonen, 1893überempfindliche Hautzonen bei Erkrankung eines inneren Organs; innerhalb der Zonen Maximalpunkte[H]
Mackenzie-Zonen, 1909tiefe Überempfindlichkeit und tastbare Veränderungen in Muskulatur und Unterhaut bei Organerkrankung[H]
Bindegewebszonen nach Dicke, 1953veränderte Verschieblichkeit des Unterhautgewebes, Grundlage der Bindegewebsmassage[H]
Tabelle 9: Geschichtliche Reflexzonenmodelle. Reihenfolge nach Erstbeschreibung.

Head verglich die überempfindlichen Hautfelder bei Organerkrankungen mit den Hautausschlägen der Gürtelrose, die einem Segment folgen, und beschrieb innerhalb der Zonen Punkte größter Empfindlichkeit. [B] Eine Hypothese sieht Übereinstimmungen zwischen diesen Maximalpunkten und den Mu- und Shu-Punkten der chinesischen Medizin. [H]

Anders als bei den Nerven des Lenden- und Kreuzgeflechts ist die Voraussetzung dieser Modelle hier gegeben: Die Brustsegmente empfangen tatsächlich Fasern aus inneren Organen. [B]

22.6 Heutige Prüfung der Segmentzeichen beim Herzen

BefundErgebnisKennzeichen
Segmentzeichen insgesamtbei 73,6 % von 110 Patienten mit Erkrankung eines einzelnen Organs; am häufigsten Überempfindlichkeit (57 %) und Muskelspannung (48 %)[B]
Spontaner Organschmerzentlang der Körpermitte, nicht nach Segmenten verteilt[B]
Segmentzeichen beim Herzen: Höhegrößte Dichte in den Segmenten Th3 bis Th5[B]
Segmentzeichen beim Herzen: Seitedeutlich links betont; tiefe Überempfindlichkeit im Sinne einer Mackenzie-Zone vollständig links[B]
Oberflächliche Berührungsüberempfindlichkeit beim Herzennicht beobachtet[B]
Übereinstimmung mit dem älteren Schrifttumweitgehend übereinstimmend mit den Segmentkarten von Hansen und Schliack; Ausnahme die Lunge mit breiterer Verteilung[B]
Tabelle 10: Segmentzeichen bei akuten Organerkrankungen, erhoben mit digitalen Schmerzzeichnungen an 208 Notaufnahme-Patienten. Reihenfolge: vom Gesamtbefund zum Herzen, zuletzt der Vergleich mit dem älteren Schrifttum.

Damit ist ein Teil der klassischen Beobachtungen heute gemessen: Organerkrankungen erzeugen Zeichen in den zugehörigen Segmenten, und diese liegen meist auf der Seite des Organs. [B] Für Th1 selbst zeigt die Studie beim Herzen nur einen Randbereich; der Schwerpunkt liegt tiefer, bei Th3 bis Th5. [I] Nicht belegt sind feste Zonengrenzen für den Einzelfall und die Behandlung eines Organs über seine Zone. [H]

Achtung: Zwei ähnliche Namen

James Mackenzie beschrieb 1909 ein Reflexzonenmodell. [H] Robin McKenzie entwickelte in den 1970er Jahren ein Bewegungsverfahren für die Wirbelsäule. [B] Die beiden Modelle haben nichts miteinander zu tun. [I]

Herkunft: Standring, Gray’s Anatomy; Bähr und Frotscher, Duus; Cervero und Tattersall 1986; Giamberardino et al. 1995; Beissner et al. 2011 zu Heads Methode und den Maximalpunkten; Shaballout et al. 2021 zu den Segmentzeichen und zur Pupillenerweiterung; Head 1893; Mackenzie 1909; Dicke 1953.

Teil F · Anhang

23. Fachbegriffe

BegriffBedeutung
Akutes KoronarsyndromSammelbegriff für Herzinfarkt und instabile Angina pectoris
AWMFArbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, Herausgeberin der deutschen Leitlinien
Centrum ciliospinaleZentrum für die Pupillenerweiterung im Rückenmark C8 bis Th1
GrenzstrangKette sympathischer Nervenknoten neben der Wirbelsäule
Horner-Syndromhängendes Oberlid, enge Pupille und fehlendes Schwitzen im Gesicht durch Unterbrechung des Augensympathikus
Konvergenz-Projektions-TheorieOrgan- und Hautfasern enden an denselben Nervenzellen im Rückenmark; das Gehirn ordnet den Organschmerz dem Hautfeld zu
Hansen und SchliackVerfasser eines älteren Standardwerks zur segmentalen Innervation mit Karten der Segmentzeichen
Likelihood-VerhältnisFaktor, um den ein Befund die Wahrscheinlichkeit einer Diagnose verändert
Nucleus intermediolateralisZellsäule der vorgeschalteten sympathischen Nervenzellen im Seitenhorn von Th1 bis etwa L2
Maximalpunktnach Head der Punkt größter Empfindlichkeit innerhalb einer Zone
Pancoast-TumorTumor der Lungenspitze, der Armgeflecht und Grenzstrang einbeziehen kann
SegmentzeichenVeränderungen in Haut oder Muskeln des Segments, das Fasern aus einem erkrankten Organ empfängt
Sternganglion (Ganglion cervicothoracicum)Verschmelzung von unterem Halsganglion und erstem Brustganglion des Grenzstrangs
Übertragene Überempfindlichkeitgesenkte Schmerzschwelle in dem Körperfeld, auf das ein Organschmerz übertragen wird
Unterer PrimärstrangTeil des Armgeflechts aus C8 und Th1
Weißer Verbindungsast (Ramus communicans albus)Verbindung vom Spinalnerv zum Grenzstrang für die vorgeschalteten sympathischen Fasern; nur von Th1 bis L2
ZiliospinalreflexErweiterung der Pupille nach Schmerzreiz an der Haut von Hals oder Nacken
Tabelle 11: Fachbegriffe dieser Seite, alphabetisch geordnet. Kürzel erklärt die Seite Medizinische Abkürzungen.

24. Lesart dieser Seite

Diese Seite ist ein Fachtext: mit Kürzeln, mit Messwerten und mit benannter Quelle je Aussage. Jede Aussage trägt am Ende ein Kennzeichen. [B] steht für belegt, [I] für eine aus belegten Angaben abgeleitete Interpretation, [H] für ein geschichtliches Modell ohne kontrollierten Nachweis.

In den Tabellen mit Quellenspalte sind alle Zahlen belegt [B]; wo eine Zeile davon abweicht, steht das Kennzeichen in der Zeile selbst. Rohwert und Deutung stehen getrennt: Messwerte in den Tabellen, die Einordnung im Fließtext darunter. Ein Absatz ohne Kennzeichen ist ein Hinweis zur Darstellung, keine Sachaussage.

Herkunftszeilen, die nur Standardwerke nennen, geben den Lehrbuchstand wieder. Die Fundstellen in diesen Werken sind noch nicht mit Seitenzahl geprüft; das steht unter „Offene Punkte“ in Kapitel 25.4.

Die Seite ist in sechs Teile gegliedert. Vorn stehen Überblick, Klinik und Differenzialdiagnostik. Anatomische Einzelheiten wie Maße, Abweichungen vom Regelbau und Ganglien stehen in Teil E.

Eine Quelle mit dem Vermerk „Grenzfall“ erfüllt den Quellenmaßstab nicht vollständig, etwa wegen der Art der Veröffentlichung. Sie bleibt verwendet, weil sie eine Angabe trägt, für die keine gleichwertige Quelle vorliegt. Aussagen aus ihr sind mit Vorsicht zu lesen.

25. Grundlage und Quellen

25.1 Quellenmaßstab

Verwendet wird nur belegte, hochwertige Fachliteratur: Leitlinien und Klassifikationen, systematische Übersichten und Metaanalysen, begutachtete Originalarbeiten mit genannter Fallzahl sowie anatomische und neurologische Standardwerke. Einzelfallberichte sind als solche gekennzeichnet und tragen keine Häufigkeitsaussage. Webseiten, Populärliteratur und Angaben ohne auffindbare Originalquelle sind ausgeschlossen. Geschichtliche Quellen tragen ausschließlich die mit [H] gekennzeichneten Abschnitte.

25.2 Quellenverzeichnis

Nr.QuelleArt und UmfangVermerk
1Maloney WF, Younge BR, Moyer NJ. Evaluation of the causes and accuracy of pharmacologic localization in Horner’s syndrome. Am J Ophthalmol 1980;90(3):394–402Reihe, 450 PatientenInhalt nach Kanagalingam und Miller 2015
2Cervero F, Tattersall JEH. Somatic and visceral sensory integration in the thoracic spinal cord. Prog Brain Res 1986;67:189–205Übersicht experimenteller BefundeLeitquelle 22.3
3Giamberardino MA, et al. Visceral pain, referred hyperalgesia and outcome: new concepts. Eur J Anaesthesiol Suppl 1995;10:61–66ÜbersichtsarbeitLeitquelle 22.3; Mitautoren nicht eingesehen
4Swap CJ, Nagurney JT. Value and limitations of chest pain history in the evaluation of patients with suspected acute coronary syndromes. JAMA 2005;294(20):2623–2629systematische ÜbersichtLeitquelle Kapitel 9
5Kanagalingam S, Miller NR. Horner syndrome: clinical perspectives. Eye Brain 2015;7:35–46ÜbersichtsarbeitLeitquelle Kapitel 10
6Beissner F, Henke C, Unschuld PU. Forgotten features of Head zones and their relation to diagnostically relevant acupuncture points. Evid Based Complement Alternat Med 2011;2011:240653Übersicht zu Heads OriginalarbeitenHypothese zu Mu- und Shu-Punkten nur [H]
7Shaballout N, Aloumar A, Manuel J, May M, Beissner F. Lateralization and bodily patterns of segmental signs and spontaneous pain in acute visceral disease: observational study. J Med Internet Res 2021;23(8):e27247Beobachtungsstudie, 208 Patienten, davon 110 mit Erkrankung eines OrgansLeitquelle 22.6
8AWMF. S3-Leitlinie 005-010: Versorgung peripherer Nervenverletzungen. Stand 30.09.2023, gültig bis 29.09.2028Leitlinieam Register geprüft am 21.09.2026
9Standring S (Hrsg.). Gray’s Anatomy. The Anatomical Basis of Clinical Practice. Elsevieranatomisches StandardwerkFundstelle unvollständig: Auflage und Jahr fehlen; Lehrbuchstand, nicht mit Seitenzahl geprüft
10Bähr M, Frotscher M. Duus’ Neurologisch-topische Diagnostik. Thiemeneurologisches StandardwerkFundstelle unvollständig: Auflage und Jahr fehlen; Lehrbuchstand, nicht mit Seitenzahl geprüft
11Head H. On disturbances of sensation with especial reference to the pain of visceral disease. Brain 1893;16:1–133; Teil II Brain 1894;17:339–480; Teil III Brain 1896;19:153–276geschichtliches Modellnur für Aussagen mit [H]
12Mackenzie J. Symptoms and their interpretation. London: Shaw and Sons; 1909geschichtliches Modellnur für Aussagen mit [H]
13Dicke E. Meine Bindegewebsmassage. Stuttgart: Hippokrates; 1953geschichtliches Modellnur für Aussagen mit [H]
Tabelle 12: Verwendete Quellen, geordnet nach dem Jahr der Veröffentlichung; Standardwerke danach; geschichtliche Quellen am Ende.

25.3 Nicht verwendet

Nicht herangezogen wurden Webportale, Lernplattformen, Nachschlagewerke ohne benannte Fachautorenschaft und frei bearbeitbare Wissenssammlungen.

25.4 Offene Punkte

  • Die Aussagen, die auf den Standardwerken beruhen, sind noch nicht mit Auflage und Seitenzahl geprüft; betroffen sind vor allem die Kapitel 1 bis 3, 18 bis 22.
  • Die Seite enthält keine Abbildung.

Grenzen der Literatur (Stand der Recherche: 21. September 2026). Für die Schädigung der Wurzel Th1 selbst gibt es keine Reihe mit Fallzahl. Die Häufigkeiten zum Horner-Syndrom stammen aus einer älteren Reihe.

25.5 Neue Seite

Diese Seite ist neu angelegt; eine Vorfassung gibt es nicht. Sie ist die Musterseite der Reihe „Nervi thoracici“; Kapitel 22 ist gegenüber den Lenden- und Kreuzseiten zu einem eigenen Teil über reflektorische Verbindungen erweitert.

25.6 Änderungsvermerk

Geändert: Seite neu geschrieben nach den gemeinsamen Bausteinen, mit erweitertem Kapitel 22. Warum: Beginn der Reihe „Nervi thoracici“; Schwerpunkt reflektorische Verbindungen. Ersetzt: keine Fassung.

V 0.4 – geändert: Kapitel 22 um eine Beobachtungsstudie zu Segmentzeichen erweitert (neuer Abschnitt 22.6), Pupillenerweiterung bei Organschmerz ergänzt, Zonentabelle ohne ungeprüfte Zuordnungen neu gefasst, Heads Methode und Maximalpunkte belegt. Warum: Optimierung vor Freigabe der Musterseite. Ersetzt: V 0.3.

V 1.0 – geändert: Musterseite freigegeben, Entwurfsvermerk entfernt. Warum: Freigabe durch den Auftraggeber. Ersetzt: V 0.4.

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V 1.0 · Stand: 21. September 2026 · Quellen geprüft am 21. September 2026